Archiv der Kategorie: Pressearbeit

Neue PR-Trends

Das Umfeld der professionellen Kommunikation unterliegt einem rasanten Wandel. Was das für Kommunikationsmanager und PR-Berater bedeutet, wird regelmäßig von der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) untersucht. Die Kurzauswertung des Honorar- und Trendbarometers 2015 liegt nun vor und hat folgende Ergebnisse gebracht:

  • Die Bedeutung  von PR nimmt zu.
  • Klassische Medienarbeit dominiert weiterhin.
  • Neue Kommunikationstechnologien werden ambivalent aufgenommen.
  • Content Marketing und Storystelling sind der neue Trend.

Die Ergebnisse im Einzelnen gibt’s hier.

Nicht immer einfach

Dass es Pressesprecher nicht immer einfach haben, ist hinlänglich bekannt. Worunter sie allerdings am meisten leiden, steht auf einem anderen Blatt. Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor haben sich jetzt des Themas angenommen und 488 Fach- und Führungskräfte in Pressestellen online befragt. Das Ergebnis wurde gerade im PR-Trendmonitor 2015 veröffentlicht und auch optisch aufgearbeitet.

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PR in der digitalen Welt

Der Leiter Marketing & Kommunikation der Neofonie GmbH in Berlin, Sinan Arslan, der auch Mitglied im Ausschuss Digitale Wirtschaft der IHK Berlin ist, hat sich in der jüngsten Ausgabe der Berliner Wirtschaft mit der Pressearbeit im digitalen Zeitalter befasst und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Pressearbeit „im Marketingmix von Unternehmen weiterhin ihren festen Platz“ hat, „nur die Wege zum potentiellen Kunden sind andere als früher.“ U.a. schreibt Arslan: „Bezeichnend für Social Media ist, dass Grenzen zwischen Empfänger und Sender weitgehend aufgehoben sind. Für diese neuen Anforderungen in der PR-Arbeit sind auch neue Dienstleister und Berufsbilder entstanden.“ Weiter heißt es: „Nachrichten werden in kürzeren Abständen und in kompakter Form konsumiert, Bloggen und Twittern gehört für viele zum Alltag. Die PR muss sich auf diese Veränderungen einstellen, indem sie geeignete Strategien entwickelt, die auf interaktiven Kommunikationsstrukturen und mobilen Inhalten aufbaut.“ In diesem Zusammenhang stellt er fest: „Laut Wikipedia gibt es in Deutschland mehr als 300.000 aktive Blogger, die ihr Wissen und ihre Interessen multimedial publizieren – das sind rund sechs Mal mehr als Journalisten und Redakteure. Diese Zahl legt nahe, dass Blogger ein unumgänglicher Teil der PR-Arbeit im digitalen Zeitalter geworden sind, da sie für Nutzer und Journalisten eine wichtige Quelle zur Informationsbeschaffung darstellen.“ Abschließend heißt es: „Content Marketing ist in aller Munde, für PR aber erst mal nichts Neues. Stories wollen erzählt werden. Das tut gute PR. Neu ist allerdings, dass das Content Marketing die beiden Disziplinen PR und Marketing untrennbar zusammenführt, z.B. in Form von Webinaren, Whitepapers oder Blogbeiträgen. Die Logik dahinter ist einfach: Je hochwertiger und relevanter der Inhalt, umso häufiger wird er von anderen Online-Medien verlinkt. Der Inhalt steigt im Google-Ranking und damit auch die Wahrscheinlichkeit in Suchmaschinen in den vorderen Rängen gefunden zu werden. ‚Digitale PR‘ ist gefordert, SEO, Social Media und Content Marketing inhaltlich und technologisch zu integrieren und dabei das gewandelte Nutzerverhalten zu berücksichtigen.“